Das „Zukunftskonzept Innenstadt“ versteht Leerstand nicht als Defizit, sondern als Ressource: als räumliches Potenzial für neue Formen des Handels, lokale Wertschöpfung und eine nachhaltige Belebung der Innenstadt. Ziel ist die Aktivierung leerstehender oder vom Leerstand bedrohter Flächen durch wirtschaftlich tragfähige Nutzungskonzepte mit langfristiger Perspektive.
Im „Testraum“ werden temporäre Ladenformate unter realen Bedingungen erprobt. Die Innenarchitektur schafft dafür eine flexible, modulare Struktur, die Nutzung, Veränderung und Weiterentwicklung ermöglicht. Klare Proportionen, robuste Einbauten, Steck- und Abhängmöglichkeiten sowie anpassbare Präsentationsflächen strukturieren den Raum und verleihen ihm eine prägnante Identität. Rohe Materialien und differenzierte Oberflächen unterstützen einen offenen Concept-Store-Charakter.
Die Wirkung reicht über die temporäre Nutzung hinaus. Das Ladenkonzept „Ninone“ ist aus dem Testraum heraus entstanden. Die Innenarchitektur greift die im Testraum gewonnenen Erkenntnisse auf und übersetzt sie in eine langfristige Nutzung: insgesamt zurückhaltend, im Detail bewusst verspielt, mit neutraler, warmer Farbgebung als Kontrast zu kühlen Metalloberflächen und dezenten Farbakzenten zur Zonierung. Um die Entwürfe von Frau Ronaghi in den Mittelpunkt zu rücken, haben wir uns für eine klare Raumgestaltung entschieden, die durch verspielte Details ergänzt wird. So zeigt sich die Handschrift der Designerin nicht nur in ihren Kleidungsstücken, sondern auch im Look and Feel des Ladens. Sanfte Farben und textile Oberflächen schaffen eine warme Atmosphäre, während feine Edelstahlelemente einen eleganten Kontrast setzen
Das Projekt zeigt: Innenarchitektur ist ein wirksames Instrument der Innenstadtentwicklung, sie transformiert Leerstand und ermöglicht langfristig tragfähige Nutzungskonzepte in Innenstädten.










